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Blog · bAV in der Praxis

Brauchen Scale-ups eine andere Betriebsrente?

Schnelles Wachstum, junge Teams, offene Zukunft: Warum klassische Modelle hier oft nicht passen.

Markus Riedel
Markus Riedel 29. November 2024

Für Scale-ups sind traditionelle Betriebsrentenmodelle oft nicht passend. Wir bei FINABRO sehen regelmäßig, wie wichtig maßgeschneiderte Lösungen in diesem dynamischen Umfeld sind.

Scale-ups sind Unternehmen, die eine erste Wachstumsphase als Startup hinter sich gebracht haben. Sie haben ihr Geschäftsmodell gefunden und bewiesen und wollen jetzt ein beschleunigtes Wachstum erreichen, häufig auch mit externer Finanzierung durch Venture Capital.

Warum es für Scale-ups schwierig ist

Drei Dinge machen die Betriebsrente für Scale-ups besonders herausfordernd. Erstens der Wachstumsdruck: Die Zahl der Mitarbeitenden wächst schnell, und es wird oft international rekrutiert. Zweitens die junge Zielgruppe: Die Betriebsrente soll für die Mitarbeitenden hoch attraktiv sein, gleichzeitig sind flexible und kosteneffiziente Lösungen notwendig. Drittens die Unternehmensunsicherheit: Noch ist ungewiss, ob sich das Geschäftsmodell durchsetzen wird.

Die meisten Scale-ups haben zudem gar kein Angebot zur Betriebsrente. Und bei jungen Arbeitskräften aus dem Ausland spüren wir eine Zurückhaltung beim langfristigen Sparen, da ja noch unklar ist, ob sie im Land bleiben.

Was die Betriebsrente leisten muss

Mit einem Kunden aus der IT-Branche habe ich folgende Anforderungen identifiziert.

Acht Anforderungen an die bAV im Scale-up

Gemeinsam mit einem Kunden aus der IT-Branche identifiziert

Attraktiv für junge Mitarbeitende

Gerade für eine eher junge Zielgruppe.

Kalkulierbare Kosten

Die meisten Scale-ups arbeiten noch nicht profitabel.

Flexibel für die Zukunft

Unklar ist, ob sich das Unternehmen etablieren kann.

Einfach und verständlich

Komplexe Produkte passen nicht zum Mindset.

Hoch digital

Damit alle Prozesse effizient bleiben.

Mehrsprachig

Mitarbeitende werden weltweit rekrutiert, mindestens Englisch.

Keine Bilanzrisiken

Keine bilanziellen Verpflichtungen, damit mögliche M&A-Transaktionen in Zukunft nicht komplexer werden.

Passt zum Benefit-Paket

Gute Ergänzung des bestehenden Benefit-Pakets, zum Beispiel VSOP oder Entwicklungsbudget.

Häufige Fehler

Diese Fehler sehen wir häufig:

  • starre Beitragssysteme, die steigende Kosten verursachen
  • das Fehlen eines festen Anbieters, was zur Komplexität beiträgt
  • eine unzureichende Digitalisierung der Prozesse

Also ja: Scale-ups benötigen eine etwas andere Betriebsrente als die meisten anderen Unternehmen, da sie spezielle Bedürfnisse haben. Ihre Situation ist eine besondere, die man nicht häufig antrifft. Aber nicht jedes Scale-up ist gleich, deshalb braucht jedes eine individuelle Analyse der jeweiligen Situation.

Markus Riedel
Markus Riedel

Experte für betriebliche Altersvorsorge bei FINABRO. Begleitet Arbeitgeber bei Einführung, Übernahme und Prüfung von Versorgungszusagen.

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