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In 4 Schritten zur modernen Betriebsrente

Kritik an Betriebsrenten ist leicht. Vier einfache Schritte aus der Praxis, mit denen die Betriebsrente modern und interessant wird.

Markus Riedel
Markus Riedel 21. Dezember 2024
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Kritik an Betriebsrenten ist leicht. Aber wie gestalten wir sie zukunftsfähig? Ganz egal, ob im Unternehmen bereits eine Betriebsrente besteht oder ob sie neu eingeführt werden soll: Die Herausforderung ist, die Betriebsrente modern und interessant zu gestalten. Nur so wird sie als echte Sozialleistung des Arbeitgebers wahrgenommen.

Aber wie geht das? Hier sind vier einfache Schritte, die wir aus der Praxis empfehlen.

Die 4 Schritte auf einen Blick

Empfehlungen aus unserer Praxis

Gute Kommunikation

  • Mehr Bilder, weniger Text
  • Leicht verständliche Sprache, kein Juristendeutsch
  • Gleicher Kanal wie andere Infos im Unternehmen
  • Regelmäßig kommunizieren, nicht nur einmalig

Gutes Konzept

  • Keine 100-%-Garantie
  • Auswahl aus 2–3 Varianten
  • Kosten unter 1,3 % pro Jahr
  • Teilhabe am Kapitalmarkt, z. B. mit ETF
  • Zuschuss zur Entgeltumwandlung über 20 %

Aufklärung zur Rente

  • Über die gesetzliche Rente informieren und warum sie nicht reicht
  • Mit Frauen und Männern über das Gender Pension Gap sprechen
  • Geld und Finanzen offen diskutieren, keine Tabus

Aktive Entscheidung

  • Alle im Unternehmen sollen sich entscheiden
  • Entscheidungen können geändert werden
  • Wer sich nicht entscheidet, wird regelmäßig weiter informiert

Schritt 2 in der Praxis

Gerade bei Schritt 2 liegen leider noch sehr viele Unternehmen daneben. Vor allem wenn die Betriebsrente schon etwas älter ist, sind Produkte mit hohen Garantien fast schon Standard. Und wenn es um die Höhe des Zuschusses geht, erlebe ich Unternehmen aktuell aufgrund der wirtschaftlichen Lage wieder sehr zurückhaltend.

Schritt 4: Die aktive Entscheidung

Bei Schritt 4 geht es darum, dass sich alle im Unternehmen entscheiden, ob sie die Betriebsrente nutzen. Entscheidungen können später geändert werden. Und wer sich nicht entscheidet, wird regelmäßig weiter informiert.

Eigentlich sind es vier einfache Schritte. Und doch fällt es vielen so schwer. Wir haben also noch ein bisschen Arbeit vor uns.